Angeborenes Verhalten

Ökologie und Vielfalt Klasse 8
  • Was ist ein Schlüsselreiz?
  • Was macht die Prägung besonders?

Schlau Fassung

Angeborenes Verhalten

  • Angeborenes Verhalten muss nicht gelernt werden – es läuft beim ersten Mal vollständig ab. Es ist artspezifisch, also bei allen Tieren einer Art gleich.
  • Reflexe sind die einfachste Form: fest, schnell, unwillkürlich – der Lidschluss, der Kniesehnenreflex, das Zurückziehen der Hand.
  • Instinkthandlungen sind längere Abläufe, ausgelöst durch einen Schlüsselreiz: ein bestimmtes Merkmal, auf das ein angeborener Auslösemechanismus anspricht. Der rote Bauch des Stichlingsmännchens löst beim Rivalen den Angriff aus – ein roter Punkt genügt.
  • Attrappenversuche zeigen das: Ein grob nachgebautes Modell mit dem richtigen Merkmal wirkt oft besser als das echte Tier. Solche übernormalen Reize beweisen, dass nur wenige Merkmale zählen.
  • Prägung ist ein Sonderfall: ein Lernvorgang in einer eng begrenzten sensiblen Phase, danach nicht mehr rückgängig. Graugänse folgen dem, was sie kurz nach dem Schlüpfen sehen – bei Konrad Lorenz war das er selbst.
  • Der Vorteil des Angeborenen: Es ist sofort verfügbar, ohne Übung und ohne Risiko. Der Nachteil: Es ist starr und passt sich nicht an neue Umstände an.

Aufgaben

  1. Was ist ein Schlüsselreiz?
    LösungEin bestimmtes Merkmal, das eine angeborene Verhaltensweise auslöst.
  2. Was macht die Prägung besonders?
    LösungSie geschieht nur in einer sensiblen Phase und ist danach nicht mehr umkehrbar.
  3. Nenne Vor- und Nachteil angeborenen Verhaltens.
    LösungSofort verfügbar, aber starr und nicht anpassungsfähig.

Weiterführende Aufgaben

  1. Sucht drei Attrappenversuche aus der Verhaltensforschung und beschreibt, welches Merkmal jeweils der Schlüsselreiz war.

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