Pflanzenfarben

Entwerfen und Gestalten Klasse 7, 8
  • Womit hat man früher gefärbt?
  • Was ist eine Beize?

Schlau Fassung

Pflanzenfarben

  • Bis ins 19. Jahrhundert kamen alle Farben aus Pflanzen, Tieren und Mineralien. Bekannte Färberpflanzen sind Krapp (Rot), Waid und Indigo (Blau), Reseda (Gelb) und Walnussschalen (Braun).
  • Manche Farben waren so aufwendig, dass sie zum Statussymbol wurden: Für Purpur brauchte man Tausende Meeresschnecken – deshalb trugen ihn Kaiser.
  • Im Unterricht funktionieren einfache Küchenfarben: Zwiebelschalen (gelb-orange), Rotkohl (blau bis violett, je nach Säure), Kurkuma (kräftig gelb), schwarzer Tee (beige).
  • Damit die Farbe hält, wird der Stoff gebeizt: Er wird vorbehandelt (zum Beispiel mit Alaun), damit sich der Farbstoff mit der Faser verbinden kann. Ohne Beize verblasst fast alles.
  • Pflanzenfarben wirken oft weicher und weniger gleichmäßig als Industriefarben. Das ist kein Fehler – es ist ihr Kennzeichen.
  • Interessant ist auch die Farbänderung: Rotkohlsud wird mit Essig rot und mit Natron grünlich. Damit lässt sich Chemie und Textil in einem Versuch verbinden.

Aufgaben

  1. Nenne zwei Färberpflanzen und ihre Farbe.
    LösungZum Beispiel Krapp (rot) und Indigo (blau).
  2. Wozu dient die Beize?
    LösungSie verbindet den Farbstoff mit der Faser.
  3. Warum war Purpur so teuer?
    LösungMan brauchte Tausende Meeresschnecken.

Weiterführende Aufgaben

  1. Färbt Stoffproben mit Zwiebelschalen – eine gebeizt, eine nicht – und vergleicht nach dem Waschen.

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