Naturfasern von Tieren
Material und Technik
Klasse 5, 6
- Warum wärmt Wolle so gut?
- Wie entsteht Seide?
Schlau Fassung
Naturfasern von Tieren
- Wolle stammt meist vom Schaf. Die Faser ist gekräuselt, und zwischen den Kräuseln steht Luft – diese Luft wärmt, nicht die Wolle selbst.
- Wolle kann bis zu einem Drittel ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen, und sie wärmt auch dann noch. Deshalb war sie jahrhundertelang die Faser für Arbeit im Freien.
- Die Oberfläche besteht aus Schuppen. Bei Wärme, Wasser und Reibung verhaken sie sich – deshalb filzt Wolle. Genau das nutzt man beim Filzen und fürchtet man in der Waschmaschine.
- Seide ist die einzige natürliche Endlosfaser: Die Seidenraupe spinnt einen Kokon aus einem einzigen, sehr langen Faden, der abgehaspelt wird. Seide ist leicht, glatt und glänzend.
- Weitere Tierfasern: Kaschmir (Ziege), Mohair (Angoraziege), Alpaka und Angora (Kaninchen). Sie sind feiner, teurer und empfindlicher.
- Tierfasern werfen eine eigene Frage auf: Wie werden die Tiere gehalten? Siegel und Herkunftsangaben geben darüber Auskunft – bei Angora und Merinowolle wird darüber besonders gestritten.
Aufgaben
- Was wärmt bei Wolle eigentlich?
Lösung
Die Luft zwischen den gekräuselten Fasern. - Warum filzt Wolle?
Lösung
Die Schuppen verhaken sich bei Wärme, Wasser und Reibung. - Was ist an Seide besonders?
Lösung
Sie ist die einzige natürliche Endlosfaser.
Weiterführende Aufgaben
- Betrachtet Wolle und Baumwolle unter der Lupe und zeichnet, was ihr an der Oberfläche seht.