Mode aus Müll
Textilien in der Welt
Klasse 10
- Wie entsteht ein Kleidungsstück aus Abfall?
- Was soll so ein Stück aussagen?
Schlau Fassung
Mode aus Müll
- „Mode aus Müll“ heißt: ein tragbares Objekt aus Material bauen, das eigentlich weggeworfen wäre – Verpackungen, Tüten, Zeitung, Kabelbinder, Kaffeekapseln, Stoffreste, alte Kleidung.
- Solche Stücke sind meist keine Gebrauchskleidung, sondern eine Aussage: Sie machen die Mengen sichtbar, die sonst im Container verschwinden. Ihr Ort ist die Schau, nicht der Schrank.
- Handwerklich braucht es andere Verfahren als beim Nähen: Material lässt sich oft nicht durchstechen. Man arbeitet mit Falten, Flechten, Nieten, Klammern, Kleben, Schuppen und Bändern – und mit einem tragenden Grundstück darunter.
- Der Aufbau folgt trotzdem dem normalen Weg: Idee – Materialsammlung – Skizze – Grundform am Körper oder an der Puppe – Aufbau in Lagen – Anprobe. Wer ohne Grundform beginnt, hält das Stück am Ende nicht zusammen.
- Zwei praktische Punkte: Sauberkeit und Sicherheit. Material wird gereinigt, scharfe Kanten werden abgeklebt, nichts wird so eng gebaut, dass es einschnürt oder die Sicht nimmt.
- Beurteilt wird am Ende dreifach: Aussage (ist die Botschaft lesbar?), Umsetzung (hält es, ist es sauber gebaut?) und Wirkung (bleibt es im Kopf?).
Aufgaben
- Wozu dienen Kleidungsstücke aus Müll?
Lösung
Als Aussage – sie machen Abfallmengen sichtbar; sie sind keine Gebrauchskleidung. - Nenne drei Verbindungstechniken ohne Nadel.
Lösung
Flechten, Nieten, Klammern, Kleben, Falten. - Nach welchen drei Kriterien wird beurteilt?
Lösung
Aussage, Umsetzung, Wirkung.
Weiterführende Aufgaben
- Entwerft in der Gruppe ein Kleidungsstück aus Abfallmaterial, das eine klare Botschaft trägt, und baut es an einer Puppe auf.