Filzen
Material und Technik
Klasse 6
- Was passiert beim Filzen?
- Welche Wolle eignet sich?
Themen in diesem Bereich
Schlau Fassung
Filzen
- Filz ist der älteste Stoff der Menschheit – älter als Weben. Er entsteht ohne Faden und ohne Webrahmen, allein aus Wolle.
- Möglich ist das durch die Schuppenschicht der Wollfaser: Unter Wärme, Feuchtigkeit, Seife und Reibung stellen sich die Schuppen auf, die Fasern schieben sich ineinander und verhaken sich unlösbar.
- Deshalb funktioniert Filzen nur mit tierischer Wolle – am besten mit Märchenwolle bzw. Filzwolle (gekämmte Schafwolle). Superwash-Wolle ist behandelt und filzt nicht; Baumwolle und Kunstfasern filzen nie.
- Zwei Wege führen zum Ziel: Nassfilzen mit Wasser und Seife und Trockenfilzen mit einer Nadel, die Widerhaken hat.
- Filz hat besondere Eigenschaften: Er franst nicht, lässt sich frei zuschneiden und ist formbar. Deshalb ist er für erste Arbeiten so dankbar – kein Saum, keine Versäuberung.
- Und dieselbe Eigenschaft erklärt das bekannteste Wäscheunglück: Der Wollpullover in der 60-Grad-Wäsche ist genau dieser Vorgang, nur ungewollt.
Aufgaben
- Was bewirkt das Filzen auf der Faseroberfläche?
Lösung
Die Schuppen stellen sich auf und verhaken sich. - Welche Faser filzt nicht?
Lösung
Baumwolle und Kunstfasern (auch Superwash-Wolle). - Warum eignet sich Filz gut für erste Arbeiten?
Lösung
Er franst nicht und braucht keine Versäuberung.
Weiterführende Aufgaben
- Prüft drei Wollproben auf Filzbarkeit und haltet fest, welche sich verbindet und welche nicht.