Vertrauen
Ich und die Anderen
Klasse 5, 6
- Was heißt es, jemandem zu vertrauen?
- Warum ist Vertrauen schwer zurückzugewinnen?
Schlau Fassung
Vertrauen
- Vertrauen heißt: Ich mache mich verletzbar, ohne Sicherheit zu haben. Ich gebe etwas preis oder verlasse mich auf jemanden, obwohl ich nicht kontrollieren kann, was daraus wird.
- Genau deshalb ist es kein Wissen, sondern ein Vorschuss. Wer alles prüfen könnte, bräuchte kein Vertrauen.
- Vertrauen wächst langsam, durch viele kleine eingehaltene Zusagen, und bricht schnell – ein einziger Vertrauensbruch wiegt schwerer als zwanzig gehaltene Versprechen.
- Der Grund: Nach einem Bruch ist nicht nur die eine Sache betroffen, sondern die Erwartung selbst. Man fragt sich rückwirkend, was sonst noch nicht stimmte.
- Zurückgewinnen lässt es sich nur über Zeit und Verhalten – ein Versprechen allein reicht nicht, denn genau das wurde ja gebrochen.
- Ohne Vertrauen ist Zusammenleben unmöglich: Wir vertrauen jeden Tag Menschen, die wir nicht kennen – im Bus, in der Küche, in der Arztpraxis.
Aufgaben
- Warum ist Vertrauen kein Wissen?
Lösung
Weil man sich ohne Sicherheit verlässt – es ist ein Vorschuss. - Warum wiegt ein Bruch schwerer als viele gehaltene Zusagen?
Lösung
Weil danach die Erwartung selbst infrage steht. - Was braucht es, um Vertrauen zurückzugewinnen?
Lösung
Zeit und verlässliches Verhalten, nicht nur ein Versprechen.
Weiterführende Aufgaben
- Sammelt, wem ihr an einem einzigen Schultag vertraut habt, ohne es zu merken – und was passieren würde, wenn dieses Vertrauen fehlte.