Sinnestäuschungen
Wahrheit und Medien
Klasse 7, 8
- Warum funktionieren Täuschungen auch, wenn man sie kennt?
- Was sagen sie über unser Denken?
Schlau Fassung
Sinnestäuschungen
- Bei einer Sinnestäuschung weicht der Eindruck von dem ab, was messbar vorliegt: gleich lange Linien wirken verschieden lang, ruhende Bilder scheinen sich zu bewegen, gleiche Grautöne wirken hell und dunkel.
- Sie entstehen, weil das Gehirn mit Annahmen arbeitet, die im Alltag fast immer stimmen – etwa: Weiter entfernte Dinge erscheinen kleiner, also ist ein gleich großes Bild in der Ferne in Wahrheit größer.
- Dass sie auch nach der Aufklärung bestehen bleiben, zeigt etwas Wichtiges: Wissen korrigiert die Wahrnehmung nicht. Man sieht weiter falsch und weiß nur, dass es falsch ist.
- Übertragbar ist das auf das Denken: Auch dort gibt es Muster, die meist helfen und manchmal in die Irre führen – etwa der Eindruck, ein seltenes Ereignis sei häufig, weil man oft davon hört.
- Die Lehre ist deshalb nicht Misstrauen gegen alles, sondern die Bereitschaft, den eigenen Eindruck gelegentlich zu überprüfen – mit Messung, Nachfrage oder einer zweiten Quelle.
Aufgaben
- Warum entstehen Sinnestäuschungen?
Lösung
Das Gehirn arbeitet mit Annahmen, die meist, aber nicht immer stimmen. - Was folgt daraus, dass sie trotz Wissen bestehen bleiben?
Lösung
Wissen korrigiert die Wahrnehmung nicht. - Was ist die praktische Lehre?
Lösung
Den eigenen Eindruck bei Bedarf überprüfen.
Weiterführende Aufgaben
- Sammelt fünf Sinnestäuschungen, messt nach und erklärt bei jeder, welche Annahme das Gehirn benutzt.