Höhlengleichnis
Wahrheit und Medien
Klasse 9, 10
- Was erzählt Platons Höhlengleichnis?
- Was hat es mit heute zu tun?
Schlau Fassung
Höhlengleichnis
- Platon erzählt: Menschen sitzen von Geburt an gefesselt in einer Höhle und sehen nur die Wand vor sich. Hinter ihnen brennt ein Feuer; Gegenstände werfen Schatten an die Wand. Diese Schatten halten sie für die Wirklichkeit.
- Ein Gefangener wird befreit. Der Aufstieg ist mühsam, das Licht schmerzt, und er erkennt erst nach und nach, dass er bisher nur Abbilder gesehen hat.
- Als er zurückkehrt, um es den anderen zu sagen, glaubt ihm niemand. Er ist unbeholfen im Dunkeln, und die Gefangenen halten die Wahrheit für Unsinn – Platon deutet an, dass sie ihn töten würden.
- Gemeint war ursprünglich der Weg zur Erkenntnis: von den Sinnen zu den Ideen, und die Aufgabe des Philosophen, zurückzukehren.
- Heute wird das Bild oft auf Medien bezogen: Auch wir sehen viel, was wir nicht selbst geprüft haben. Der Vergleich trägt – man sollte ihn aber nicht überdehnen: Wer alle Schatten für Lüge hält, landet nicht bei Erkenntnis, sondern bei Verschwörungserzählungen.
- Der eigentliche Punkt ist die Mühe: Erkenntnis ist unbequem, und wer sie mitteilt, hat es schwer.
Aufgaben
- Was sehen die Gefangenen?
Lösung
Nur Schatten an der Höhlenwand. - Was geschieht mit dem, der zurückkehrt?
Lösung
Ihm wird nicht geglaubt. - Warum darf man den Medienvergleich nicht überdehnen?
Lösung
Wer alles für Lüge hält, landet bei Verschwörungserzählungen.
Weiterführende Aufgaben
- Schreibt das Gleichnis in eine heutige Situation um – und prüft, an welcher Stelle der Vergleich hinkt.