Glück in der Philosophie
Sinn und Lebensfragen
Klasse 9, 10
- Welche Antworten geben die großen Schulen?
- Welche überzeugt mich?
Schlau Fassung
Glück in der Philosophie
- Aristoteles: Glück (eudaimonia) ist ein gelungenes Leben im Ganzen. Man erreicht es, indem man seine Fähigkeiten entfaltet und Tugenden einübt – Maß, Mut, Gerechtigkeit. Glück ist bei ihm eine Tätigkeit, kein Gefühl.
- Epikur: Glück ist Freiheit von Schmerz und Unruhe. Erreichbar durch einfache Freuden, Freundschaft und das Ablegen unnötiger Ängste.
- Die Stoa (Seneca, Epiktet, Mark Aurel): Glück liegt in der eigenen Haltung. Unterscheide, was in deiner Macht steht und was nicht – und verschwende keine Kraft an das Zweite.
- Der Utilitarismus (Bentham, Mill): Glück ist die Summe von Freude abzüglich Leid – und zwar für alle, nicht nur für mich. Daraus wird ein Maßstab für Politik.
- Diese vier widersprechen einander in wichtigen Punkten. Der Nutzen liegt nicht darin, sich für eine zu entscheiden, sondern zu bemerken, welche Vorstellung man selbst benutzt – meist ohne es zu wissen.
- Und alle stimmen in einem überein: Glück ist keine Ware. Es lässt sich nicht kaufen und nicht direkt herstellen – es stellt sich ein, wenn man etwas anderes richtig tut.
Aufgaben
- Was versteht Aristoteles unter eudaimonia?
Lösung
Ein im Ganzen gelungenes Leben durch Entfaltung und Tugend. - Wie fasst die Stoa das Glück?
Lösung
Als Haltung – auf das ausrichten, was in der eigenen Macht steht. - Worin stimmen alle überein?
Lösung
Glück lässt sich nicht direkt herstellen.
Weiterführende Aufgaben
- Ordnet vier Aussagen über Glück den vier Schulen zu und entscheidet begründet, welche euch am meisten überzeugt.