Freiheit und ihre Grenzen
Zusammenleben gestalten
Klasse 9, 10
- Was heißt Freiheit?
- Wo hört meine Freiheit auf?
Schlau Fassung
Freiheit und ihre Grenzen
- Unterschieden werden zwei Bedeutungen. Freiheit von (negative Freiheit): Niemand hindert mich. Freiheit zu (positive Freiheit): Ich kann tatsächlich etwas tun – weil ich es gelernt habe, es mir leisten kann und weiß, dass es die Möglichkeit gibt.
- Wer nur die erste meint, übersieht viel: Formal darf jeder studieren. Tatsächlich hängt es an Geld, Sprache und Information.
- Die klassische Grenze formulierte John Stuart Mill: Die Freiheit des Einzelnen darf nur eingeschränkt werden, um Schaden für andere zu verhindern – nicht zu seinem eigenen Besten.
- Genau darüber wird bis heute gestritten: Helmpflicht, Gurtpflicht, Verbote riskanter Stoffe. Sind das übergriffige Bevormundungen oder vernünftiger Schutz? Beide Seiten führen ernsthafte Gründe an.
- Und es gibt eine dritte Frage: Bin ich frei, wenn ich tue, was ich will – obwohl mein Wollen von Werbung, Gewohnheit und Herkunft geprägt ist? Wer das ernst nimmt, versteht Freiheit als etwas, das man erwerben muss.
Aufgaben
- Erkläre negative und positive Freiheit.
Lösung
Freiheit von Hindernissen – und die tatsächliche Möglichkeit, etwas zu tun. - Wie lautet Mills Grenze?
Lösung
Freiheit darf nur eingeschränkt werden, um Schaden für andere zu verhindern. - Warum ist „Ich tue, was ich will“ noch keine Freiheit?
Lösung
Weil auch das Wollen geprägt sein kann.
Weiterführende Aufgaben
- Prüft drei Verbote mit Mills Regel und entscheidet begründet, welche davor bestehen.