Die Rollen beim Mobbing
Ich und die Anderen
Klasse 5, 6, 7
- Welche Rollen gibt es außer Täter und Opfer?
- Warum sind die Zuschauer so wichtig?
Schlau Fassung
Die Rollen beim Mobbing
- Mobbing kennt mehr als zwei Rollen. Üblicherweise werden fünf unterschieden: die handelnde Person, die Mitläufer, die Verstärker (lachen, filmen, teilen), die Zuschauer und die Verteidiger.
- Die größte Gruppe sind fast immer die Zuschauer. Genau deshalb sind sie entscheidend: Mobbing braucht Publikum, weil es auf Anerkennung zielt.
- Wegsehen ist keine neutrale Haltung. Es wirkt wie Zustimmung – für die handelnde Person und für die betroffene ebenso.
- Schon ein einziger Verteidiger verändert die Lage messbar: Die betroffene Person ist nicht mehr allein, und die Gruppe ist nicht mehr einig.
- Verteidigen heißt nicht, sich vor jemanden zu stellen und Gewalt zu riskieren. Es kann heißen: widersprechen, dazusetzen, danach ansprechen, Erwachsene holen.
- Rollen sind nicht fest. Wer heute mitläuft, kann morgen widersprechen – und wer betroffen ist, ist es nicht in jeder Gruppe.
Aufgaben
- Nenne fünf Rollen beim Mobbing.
Lösung
Handelnde Person, Mitläufer, Verstärker, Zuschauer, Verteidiger. - Warum ist Wegsehen nicht neutral?
Lösung
Es wirkt auf beide Seiten wie Zustimmung. - Nenne zwei Arten zu verteidigen, die ungefährlich sind.
Lösung
Zum Beispiel dazusetzen und Erwachsene holen.
Weiterführende Aufgaben
- Verteilt die fünf Rollen im Rollenspiel und wiederholt die Szene, indem eine Person die Rolle wechselt. Was ändert sich?