Die Goldene Regel

Richtig handeln Klasse 5, 6
  • Was besagt die Goldene Regel?
  • Wo stößt sie an ihre Grenze?

Schlau Fassung

Die Goldene Regel

  • „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Diese Regel findet sich in fast allen Kulturen und Religionen – bei Konfuzius, in der Bibel, im Islam, im Judentum, im Buddhismus.
  • Ihr Kern ist der Rollentausch: Stell dir vor, du wärst der andere. Damit macht sie aus einer Frage über andere eine Frage an mich selbst.
  • Immanuel Kant hat den Gedanken verschärft: Handle nur nach der Regel, von der du wollen kannst, dass sie alle befolgen. Das ist der „kategorische Imperativ“ – geprüft wird nicht das Gefühl, sondern die Verallgemeinerbarkeit.
  • Die Grenze der Goldenen Regel: Sie geht davon aus, dass alle dasselbe wollen. Wer selbst gern derb angesprochen wird, darf daraus nicht schließen, dass es allen so geht.
  • Besser ist deshalb die sogenannte platinene Fassung: Behandle andere so, wie sie behandelt werden wollen – solange das niemandem schadet.

Aufgaben

  1. Formuliere die Goldene Regel in eigenen Worten.
    LösungTu anderen nichts, was du selbst nicht erleiden willst.
  2. Was verlangt Kants kategorischer Imperativ zusätzlich?
    LösungDass man wollen kann, dass alle nach dieser Regel handeln.
  3. Wo stößt die Goldene Regel an ihre Grenze?
    LösungWenn andere etwas anderes wollen als ich.

Weiterführende Aufgaben

  1. Prüft drei Situationen aus eurem Alltag einmal mit der Goldenen Regel und einmal mit Kants Frage. Kommt beides zum selben Ergebnis?

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