Darf eine Maschine entscheiden?
Mensch, Natur und Technik
Klasse 9, 10
- Wo dürfen Maschinen entscheiden?
- Wer haftet, wenn etwas schiefgeht?
Schlau Fassung
Darf eine Maschine entscheiden?
- Maschinen entscheiden längst mit: bei Bewerbungen, Kreditwürdigkeit, Sortierung von Nachrichten, medizinischen Vorschlägen, Notbremsungen im Auto.
- Der Vorteil ist real: Sie sind schnell, ermüden nicht und behandeln gleiche Fälle gleich. Menschen urteilen nach der Mittagspause nachweislich anders.
- Die Einwände wiegen ebenso schwer: Die Systeme sind oft undurchsichtig, sie übernehmen Vorurteile aus den Daten, und sie kennen den Einzelfall nicht – nur das Muster.
- Deshalb gilt in Europa ein Grundsatz: Bei Entscheidungen mit erheblichen Folgen darf niemand einer rein automatisierten Entscheidung unterworfen werden (Art. 22 DSGVO); es muss eine menschliche Prüfung geben.
- Die härteste Frage betrifft die Verantwortung: Eine Maschine kann nicht schuldig sein. Wenn ein automatisches System jemanden schädigt, muss vorher geklärt sein, wer haftet – Hersteller, Betreiber oder Nutzer.
- Ein Bereich gilt weithin als Grenze: Entscheidungen über Leben und Tod. Autonome Waffensysteme werden international deshalb scharf kritisiert.
Aufgaben
- Nenne einen Vorteil maschineller Entscheidungen.
Lösung
Sie behandeln gleiche Fälle gleich und ermüden nicht. - Nenne zwei Einwände.
Lösung
Undurchsichtigkeit und übernommene Vorurteile. - Was verlangt Artikel 22 DSGVO?
Lösung
Keine rein automatisierte Entscheidung mit erheblichen Folgen – es braucht menschliche Prüfung.
Weiterführende Aufgaben
- Ordnet fünf Entscheidungen auf einer Linie von „darf die Maschine allein“ bis „nie ohne Menschen“ und begründet die Reihenfolge.