Bilder lügen lassen
Wahrheit und Medien
Klasse 7, 8
- Kann ein Foto lügen?
- Was sind Deepfakes?
Schlau Fassung
Bilder lügen lassen
- Ein Foto galt lange als Beweis. Das war schon immer zu viel verlangt: Auch ein unbearbeitetes Bild zeigt einen Ausschnitt, einen Moment und eine Perspektive – drei Entscheidungen, die jemand getroffen hat.
- Der häufigste Missbrauch ist deshalb nicht die Bildbearbeitung, sondern der falsche Zusammenhang: ein echtes Bild von einem anderen Ort oder aus einem anderen Jahr.
- Dazu kommen Bearbeitung (Retusche, Montage) und seit Kurzem vollständig erzeugte Bilder aus KI-Systemen, die kein Original mehr haben.
- Deepfakes sind bewegte Fälschungen: Gesicht und Stimme einer realen Person werden so nachgebildet, dass sie etwas sagt, das sie nie gesagt hat.
- Erkennungshinweise gibt es (unstimmige Hände, Schrift, Ohren, Ränder, Beleuchtung), aber sie werden schnell schwächer. Verlässlicher ist die Herkunft: Wer hat es zuerst veröffentlicht, und gibt es unabhängige Aufnahmen?
- Die gefährlichste Folge ist nicht, dass man Falsches glaubt, sondern dass man Echtes nicht mehr glaubt: „Das ist bestimmt KI“ wird zur bequemen Ausrede.
Aufgaben
- Welche drei Entscheidungen stecken in jedem Foto?
Lösung
Ausschnitt, Moment, Perspektive. - Was ist ein Deepfake?
Lösung
Eine bewegte Fälschung mit nachgebildetem Gesicht und Stimme. - Was ist die gefährlichste Folge?
Lösung
Dass man Echtes nicht mehr glaubt.
Weiterführende Aufgaben
- Fotografiert dieselbe Szene aus drei Perspektiven, sodass drei verschiedene Geschichten entstehen.