Tabellen und Beziehungen
- Wie lässt sich „Tabellen und Beziehungen“ mit einem Modell erklären?
- Welche Teile kann man anfassen, welche nur an ihrer Wirkung erkennen?
- Wie kann ich meine Lösung testen und verständlich dokumentieren?
relationales Datenbankschema
Das relationelle Datenbankschema kann aus dem objektorientierten Datenmodell gewonnen werden und gibt die Datenstruktur mithilfe von Relationen und ihren Schlüsseln an. Datenbanken, die ein relationelles Datenbankschema als Grundlage haben, heißen relationale Datenbanken.
Beispiel: Onlineshop

In diesem Onlineshop-Beispiel können Personen Ware kaufen und verkaufen. Das objektorientierte Datenmodell liegt als Klassendiagramm mitsamt Beziehungen zwischen den Klassen und Kardinalitäten vor. Auch die Primärschlüssel und Fremdschlüssel sind angegeben. Deshalb kann das Modell in ein relationales Datenbankschema übertragen werden:

PERSON und WARE sind hierbei eins zu eins die Umsetzung der Klassendiagramme. Weiterhin werden die Primärschlüssel durchgezogen unterstrichen und die Fremdschlüssel gestrichelt unterstrichen.
Da die verkauft-Beziehung zwischen PERSON und WARE eine 1:n-Beziehung ist, wird sie in der Relation von WARE als Attribut Verkäufer. Anders ist das bei der kauft-Beziehung. Da Leute beliebig viel Ware kaufen können und ein bestimmtes Produkt von vielen Leuten gekauft werden kann, ist es eine m:n-Beziehung, weshalb eine extra Relation kauft nötig ist.

Eine Beispielausprägung der Relation PERSON könnte so aussehen. Wichtig ist, dass sich die Attributwerte in PersonenID immer unterscheiden, damit die Relationsbedingung nicht verletzt wird
Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.
Schlau Fassung
Tabellen und Beziehungen Daten liegen in Tabellen aus Zeilen und Spalten. Ein Primärschlüssel kennzeichnet eine Zeile eindeutig, ein Fremdschlüssel verweist auf eine andere Tabelle.
Tabellen und Beziehungen ist in der Informatik kein isolierter Merksatz. Entscheidend ist, welche Daten oder Zustände am Anfang vorliegen, nach welcher Regel sie verarbeitet werden und wie sich das Ergebnis überprüfen lässt. Die Tabelle Ausleihe verweist über Fremdschlüssel auf je eine Zeile in Buch und Person.
Beim Bearbeiten trennst du deshalb Beobachtung und Vermutung: Zuerst beschreibst du, was tatsächlich eingegeben, gespeichert, übertragen oder ausgegeben wird. Danach begründest du mit Fachbegriffen, warum der Ablauf so funktioniert.
Drei Bausteine, die du sicher können musst
Geräte, Programme, Daten und Menschen wirken zusammen.
Hier werden Daten eingegeben, ausgegeben oder übertragen.
Gespeicherte Werte bestimmen, wie das System weiterarbeitet.

Ausgearbeitetes Beispiel
Ausgangslage: Die Tabelle Ausleihe verweist über Fremdschlüssel auf je eine Zeile in Buch und Person.
- Modell festlegen: Benenne Eingaben, gespeicherte Werte und die gewünschte Ausgabe.
- Regel anwenden: Formuliere die Verarbeitung so genau, dass eine andere Person jeden Schritt wiederholen kann.
- Ergebnis prüfen: Vergleiche die beobachtete Wirkung mit einer vorher notierten Erwartung und untersuche mindestens einen Randfall.
Begründung: Daten liegen in Tabellen aus Zeilen und Spalten. Ein Primärschlüssel kennzeichnet eine Zeile eindeutig, ein Fremdschlüssel verweist auf eine andere Tabelle. Dadurch wird nicht nur das Ergebnis, sondern auch sein Zustandekommen nachvollziehbar.
So gehst du informatisch vor
Fachbegriffe in eigenen Worten
- System
- Geräte, Programme, Daten und Menschen wirken zusammen.
- Schnittstelle
- Hier werden Daten eingegeben, ausgegeben oder übertragen.
- Zustand
- Gespeicherte Werte bestimmen, wie das System weiterarbeitet.
Aufgaben
- StartBegriffe sichern: Erkläre „Tabellen und Beziehungen“ in mindestens vier Sätzen und verwende zwei Begriffe aus dem Glossar.
Musterlösung
Daten liegen in Tabellen aus Zeilen und Spalten. Ein Primärschlüssel kennzeichnet eine Zeile eindeutig, ein Fremdschlüssel verweist auf eine andere Tabelle. Die Tabelle Ausleihe verweist über Fremdschlüssel auf je eine Zeile in Buch und Person. Eine vollständige Antwort benennt zusätzlich Eingabe oder Ausgangszustand, Verarbeitung und überprüfbares Ergebnis. - OrdnenModell bilden: Zerlege das Beispiel der Seite in Ausgangslage, Regel, Ergebnis und Test.
Musterlösung
Ausgangslage: die im Beispiel genannten Daten oder Geräte. Regel: der beschriebene Verarbeitungsschritt. Ergebnis: die sichtbare Wirkung. Test: ein normaler Fall und ein bewusst veränderter Randfall. - AnwendenSelbst lösen: Ordne Tastatur, Prozessor, Arbeitsspeicher, Bildschirm und Dateiablage einem Systemmodell zu.
Musterlösung
Tastatur: Eingabe; Prozessor: Verarbeitung; Arbeitsspeicher: kurzfristiges Speichern; Bildschirm: Ausgabe; Dateiablage: dauerhaftes Speichern. - FehlersucheDiagnose: Verändere im Beispiel genau eine Voraussetzung. Sage vorher, welche Wirkung du erwartest, und begründe sie.
Lösungshinweis
Eine gute Lösung benennt die veränderte Voraussetzung, den betroffenen Verarbeitungsschritt und eine beobachtbare Ausgabe. Mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern erlaubt keine eindeutige Ursache. - TransferNeuer Zusammenhang: Finde ein zweites Beispiel aus Schule oder Alltag und erkläre Gemeinsamkeit sowie Unterschied.
Lösungshinweis
Nutze dieselben Fachbegriffe, aber übertrage sie auf andere Daten, Geräte oder Regeln. Der Unterschied muss fachlich relevant sein und darf nicht nur den Namen betreffen. - ProfiVertiefung: Entwirf ein EVA-Schaubild für einen Fahrkartenautomaten und ergänze eine mögliche Störung.
Lösungshinweis
Beginne bei der Handlung des Menschen und verfolge anschließend den Weg der Daten bis zur Ausgabe.
Weiterführende Aufgaben
Abgabe in fünf Teilen
- Ziel: Ein Satz, der messbar sagt, was funktionieren soll.
- Plan: Skizze, Ablaufplan, Tabelle oder Pseudocode.
- Produkt: Programm, Modell, Untersuchung oder dokumentierter Versuch.
- Tests: Normalfall, Randfall und mindestens ein absichtlich provozierter Fehler.
- Reflexion: Gefundener Fehler, vorgenommene Verbesserung und nächster sinnvoller Schritt.
Bewertungsraster für Partnerfeedback
- Fachlich richtig und mit passenden Begriffen erklärt
- Plan und Ergebnis stimmen sichtbar überein
- Tests sind reproduzierbar dokumentiert
- Quellen, Bilder und fremde Hilfen sind angegeben