Datenbanken
- Wie lässt sich „Datenbanken“ mit einem Modell erklären?
- Welche Teile kann man anfassen, welche nur an ihrer Wirkung erkennen?
- Wie kann ich meine Lösung testen und verständlich dokumentieren?
Themen in diesem Bereich
Datenbankverwaltungssystem (DBMS)
Man benötigt Datenbankverwaltungssysteme (kurz Datenbanksysteme, ), um Daten strukturiert speichern, abfragen und auswerten zu können.
Hinter jeder größeren Website steckt eine oder mehrere Datenbanken, beispielsweise speichern Onlineshops angebotene Produkte in einer Datenbank.
Häufig kürzt man Datenbankverwaltungssystem mit DBMS (englisch: Database Management System ab).
Datenbank vs. Datenbankverwaltungssystem
Häufig spricht man nur von "Datenbanken" und nur wenige kennen den Ausdruck Datenbankverwaltungssystem oder Datenbanksystem. Dabei ist der Unterschied leicht erklärt:

Datenbanken sind strukturierte Daten, also Daten, die auf eine bestimmte, festgelegte Art und Weise abgelegt sind (z.B. Name, Email und Telefonnummer im Handyadressbuch).
Datenbankverwaltungssysteme sind Informatiksysteme, also Programme, die eine erleichterte Arbeit mit den in den Datenbanken gespeicherten Daten ermöglicht.
Im Bild siehst du ein "Datenbankverwaltungssystem" im echten Leben. Da die Daten strukturiert im Schrank abgelegt sind, kann der Sekretär leicht das Gesuchte finden.
Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.
Schlau Fassung
Datenbanken Eine Datenbank speichert Daten geordnet, mehrfach nutzbar und ohne Wiederholungen. Ein Datenbanksystem regelt Zugriff, Auswertung und Konsistenz.
Datenbanken ist in der Informatik kein isolierter Merksatz. Entscheidend ist, welche Daten oder Zustände am Anfang vorliegen, nach welcher Regel sie verarbeitet werden und wie sich das Ergebnis überprüfen lässt. Eine Bücherei hält Bücher, Personen und Ausleihen in getrennten Tabellen statt in einer einzigen langen Liste.
Beim Bearbeiten trennst du deshalb Beobachtung und Vermutung: Zuerst beschreibst du, was tatsächlich eingegeben, gespeichert, übertragen oder ausgegeben wird. Danach begründest du mit Fachbegriffen, warum der Ablauf so funktioniert.
Drei Bausteine, die du sicher können musst
Geräte, Programme, Daten und Menschen wirken zusammen.
Hier werden Daten eingegeben, ausgegeben oder übertragen.
Gespeicherte Werte bestimmen, wie das System weiterarbeitet.

Ausgearbeitetes Beispiel
Ausgangslage: Eine Bücherei hält Bücher, Personen und Ausleihen in getrennten Tabellen statt in einer einzigen langen Liste.
- Modell festlegen: Benenne Eingaben, gespeicherte Werte und die gewünschte Ausgabe.
- Regel anwenden: Formuliere die Verarbeitung so genau, dass eine andere Person jeden Schritt wiederholen kann.
- Ergebnis prüfen: Vergleiche die beobachtete Wirkung mit einer vorher notierten Erwartung und untersuche mindestens einen Randfall.
Begründung: Eine Datenbank speichert Daten geordnet, mehrfach nutzbar und ohne Wiederholungen. Ein Datenbanksystem regelt Zugriff, Auswertung und Konsistenz. Dadurch wird nicht nur das Ergebnis, sondern auch sein Zustandekommen nachvollziehbar.
So gehst du informatisch vor
Fachbegriffe in eigenen Worten
- System
- Geräte, Programme, Daten und Menschen wirken zusammen.
- Schnittstelle
- Hier werden Daten eingegeben, ausgegeben oder übertragen.
- Zustand
- Gespeicherte Werte bestimmen, wie das System weiterarbeitet.
Aufgaben
- StartBegriffe sichern: Erkläre „Datenbanken“ in mindestens vier Sätzen und verwende zwei Begriffe aus dem Glossar.
Musterlösung
Eine Datenbank speichert Daten geordnet, mehrfach nutzbar und ohne Wiederholungen. Ein Datenbanksystem regelt Zugriff, Auswertung und Konsistenz. Eine Bücherei hält Bücher, Personen und Ausleihen in getrennten Tabellen statt in einer einzigen langen Liste. Eine vollständige Antwort benennt zusätzlich Eingabe oder Ausgangszustand, Verarbeitung und überprüfbares Ergebnis. - OrdnenModell bilden: Zerlege das Beispiel der Seite in Ausgangslage, Regel, Ergebnis und Test.
Musterlösung
Ausgangslage: die im Beispiel genannten Daten oder Geräte. Regel: der beschriebene Verarbeitungsschritt. Ergebnis: die sichtbare Wirkung. Test: ein normaler Fall und ein bewusst veränderter Randfall. - AnwendenSelbst lösen: Ordne Tastatur, Prozessor, Arbeitsspeicher, Bildschirm und Dateiablage einem Systemmodell zu.
Musterlösung
Tastatur: Eingabe; Prozessor: Verarbeitung; Arbeitsspeicher: kurzfristiges Speichern; Bildschirm: Ausgabe; Dateiablage: dauerhaftes Speichern. - FehlersucheDiagnose: Verändere im Beispiel genau eine Voraussetzung. Sage vorher, welche Wirkung du erwartest, und begründe sie.
Lösungshinweis
Eine gute Lösung benennt die veränderte Voraussetzung, den betroffenen Verarbeitungsschritt und eine beobachtbare Ausgabe. Mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern erlaubt keine eindeutige Ursache. - TransferNeuer Zusammenhang: Finde ein zweites Beispiel aus Schule oder Alltag und erkläre Gemeinsamkeit sowie Unterschied.
Lösungshinweis
Nutze dieselben Fachbegriffe, aber übertrage sie auf andere Daten, Geräte oder Regeln. Der Unterschied muss fachlich relevant sein und darf nicht nur den Namen betreffen. - ProfiVertiefung: Entwirf ein EVA-Schaubild für einen Fahrkartenautomaten und ergänze eine mögliche Störung.
Lösungshinweis
Beginne bei der Handlung des Menschen und verfolge anschließend den Weg der Daten bis zur Ausgabe.
Weiterführende Aufgaben
Abgabe in fünf Teilen
- Ziel: Ein Satz, der messbar sagt, was funktionieren soll.
- Plan: Skizze, Ablaufplan, Tabelle oder Pseudocode.
- Produkt: Programm, Modell, Untersuchung oder dokumentierter Versuch.
- Tests: Normalfall, Randfall und mindestens ein absichtlich provozierter Fehler.
- Reflexion: Gefundener Fehler, vorgenommene Verbesserung und nächster sinnvoller Schritt.
Bewertungsraster für Partnerfeedback
- Fachlich richtig und mit passenden Begriffen erklärt
- Plan und Ergebnis stimmen sichtbar überein
- Tests sind reproduzierbar dokumentiert
- Quellen, Bilder und fremde Hilfen sind angegeben