Flucht und Vertreibung
Das 20. Jahrhundert
Klasse 9
- Wer musste am Ende des Krieges fliehen?
- Wie wurden die Vertriebenen aufgenommen?
Schlau Fassung
Flucht und Vertreibung
- Ab 1944 flohen Millionen Menschen vor der herannahenden Front aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und dem Sudetenland – oft im Winter, unter großen Verlusten.
- Nach Kriegsende folgte die Vertreibung: Die Potsdamer Konferenz sah eine „ordnungsgemäße Überführung“ der deutschen Bevölkerung vor. Insgesamt waren etwa 12 bis 14 Millionen Menschen betroffen.
- Der Zusammenhang muss genannt werden: Diese Vertreibungen waren eine Folge des von Deutschland begonnenen Vernichtungskriegs – das macht das Leid der Einzelnen nicht geringer.
- Millionen Menschen waren zugleich als Displaced Persons unterwegs: befreite Zwangsarbeiter, Überlebende der Lager, Kriegsgefangene.
- Die Aufnahme im zerstörten Deutschland war schwierig: Wohnungsnot, Vorurteile, Konkurrenz um Arbeit. Der Lastenausgleich von 1952 sollte Verluste teilweise entschädigen.
Aufgaben
- Wie viele Menschen waren von Flucht und Vertreibung betroffen?
Lösung
Etwa 12 bis 14 Millionen. - Wer waren Displaced Persons?
Lösung
Befreite Zwangsarbeiter, Lagerüberlebende und Kriegsgefangene ohne Heimat. - Was war der Lastenausgleich?
Lösung
Ein Gesetz von 1952 zur teilweisen Entschädigung von Kriegs- und Vertreibungsschäden.
Weiterführende Aufgaben
- Fragt in euren Familien nach: Gibt es Geschichten von Flucht oder Vertreibung – aus dieser oder aus späterer Zeit?