Eine Ballade umschreiben
Literatur verstehen
Klasse 7
- Was geht verloren, wenn man eine Ballade in Prosa umschreibt?
- Wie behält man die Spannung?
Schlau Fassung
Balladen umschreiben
- Eine Ballade in eine Erzählung umzuschreiben zeigt, ob man sie verstanden hat – man muss die Handlung von der Form trennen.
- Was bleibt: Figuren, Handlung, Konflikt, Reihenfolge, Ausgang.
- Was verloren geht: Rhythmus, Reim, Verdichtung. Deshalb muss die Erzählung die Spannung anders erzeugen – durch Beschreibung, innere Sicht und Tempowechsel.
- Ergänzt werden dürfen Gedanken und Gefühle, die im Gedicht nur angedeutet sind – nicht aber neue Ereignisse.
- Andere Aufgaben: als Zeitungsbericht (dann sachlich mit W-Fragen), als Tagebucheintrag einer Figur, als Dialog, als Standbildfolge.
- Der Vergleich beider Fassungen macht sichtbar, was die Form zur Wirkung beiträgt.
Aufgaben
- Was darf beim Umschreiben ergänzt werden, was nicht?
Lösung
Gedanken und Gefühle ja, neue Ereignisse nein. - Schreibe den Anfang des „Erlkönigs“ als Zeitungsmeldung.
Lösung
Muster: „In der Nacht zum Sonntag ist ein Vater mit seinem schwer kranken Sohn …“ – sachlich, mit W-Fragen. - Wie erzeugt man in Prosa Spannung ohne Reim?
Lösung
Durch kurze Sätze an der Höhepunktstelle, Andeutungen und Wechsel des Tempos.
Weiterführende Aufgaben
- Schreibe eine Ballade als Kurzgeschichte um und lass jemanden beide Fassungen lesen. Welche wirkt stärker?