Direkte und indirekte Charakterisierung
Literatur verstehen
Klasse 7, 8
- Woran erkennt man eine indirekte Charakterisierung?
- Warum zeigen gute Texte lieber, als zu sagen?
Schlau Fassung
Direkt und indirekt
- Bei der direkten Charakterisierung wird eine Eigenschaft benannt – vom Erzähler, von einer anderen Figur oder von der Figur selbst.
- Bei der indirekten Charakterisierung muss der Leser schließen. Fünf Quellen liefern die Hinweise:
- Handlungen: Was tut die Figur, besonders in Entscheidungssituationen?
- Sprache: Wie spricht sie – knapp, laut, höflich, im Dialekt? Sprache verrät Herkunft, Bildung und Haltung.
- Gedanken und Gefühle, soweit der Erzähler sie zeigt; sowie Äußeres und die Wirkung auf andere Figuren.
- Warum indirekt besser wirkt: Der Leser zieht den Schluss selbst und glaubt ihn deshalb eher. Wer nur behauptet, muss überzeugen; wer zeigt, überzeugt schon.
Aufgaben
- Ordne zu: „Sie war großzügig.“ – „Sie gab dem Jungen ihr letztes Brot.“
Lösung
direkt · indirekt. - Was verrät die Sprache: „Ey, Alter, lass ma“?
Lösung
Jugendsprache, saloppe Haltung, vermutlich Gleichaltrige unter sich. - Schreibe einen Satz, der Angst indirekt zeigt.
Lösung
Z. B.: „Ihre Hand zitterte, als sie nach der Klinke griff.“
Weiterführende Aufgaben
- Nimm eine Seite aus einem Roman und trage in eine Tabelle ein, was direkt und was indirekt über eine Figur gesagt wird.