Aus der Sicht einer Figur schreiben

Literatur verstehen Klasse 7, 8
  • Was ändert sich, wenn man aus der Sicht einer Figur schreibt?
  • Wie bleibt man dabei nah am Text?

Schlau Fassung

Perspektivwechsel

  • Beim Perspektivwechsel wird eine Szene aus der Sicht einer Figur erzählt – als Tagebucheintrag, innerer Monolog oder Brief.
  • Es wird in der Ich-Form geschrieben. Die Figur weiß nur, was sie wissen kann – das ist die entscheidende Beschränkung.
  • Nah am Text bleiben: Alle Ereignisse müssen zur Vorlage passen. Erfunden werden dürfen Gedanken und Gefühle, nicht Tatsachen.
  • Sprache der Figur treffen: Ein Kind spricht anders als eine Lehrerin, ein Bauer des 19. Jahrhunderts anders als ein Jugendlicher heute.
  • Der innere Monolog gibt Gedanken unmittelbar wieder – oft in unvollständigen Sätzen, mit Fragen und Wiederholungen.
  • Der Perspektivwechsel zeigt, ob man eine Figur wirklich verstanden hat – deshalb ist er im Lehrplan an die Charakterisierung gekoppelt (7.5).

Aufgaben

  1. Welche Erzählform benutzt man?
    LösungDie Ich-Form.
  2. Was darf erfunden werden, was nicht?
    LösungGedanken und Gefühle ja, Ereignisse nein.
  3. Schreibe drei Sätze als innerer Monolog einer Figur, die zu spät kommt.
    LösungZ. B.: „Zehn nach acht. Wenn ich jetzt reingehe, sehen mich alle an. Vielleicht warte ich bis zur Pause.“

Weiterführende Aufgaben

  1. Schreibe eine Szene aus zwei verschiedenen Perspektiven. Welche Fassung macht die Figur sympathischer – und warum?

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