Die Ersatzform mit würde
Sprache und Grammatik
Klasse 8, 9
- Wann darf man „würde“ verwenden?
- Wann klingt „würde“ falsch?
Schlau Fassung
Die Ersatzform mit „würde“
- Die Ersatzform besteht aus würde + Infinitiv: „Ich würde kommen.“
- Sie ist nötig, wenn die eigentliche Konjunktiv-II-Form mit dem Präteritum übereinstimmt (bei allen schwachen Verben: „ich sagte“) – sonst wäre nicht zu erkennen, dass es sich um einen Konjunktiv handelt.
- Sie ist auch üblich, wenn die alte Form veraltet klingt: „ich hülfe“, „ich trüge“ sagt heute niemand mehr.
- Nicht sinnvoll ist sie bei den gebräuchlichen Formen: „Ich hätte Zeit“ ist besser als „Ich würde Zeit haben“; „Ich wäre froh“ besser als „Ich würde froh sein“.
- Fehler: „würde“ in beiden Satzteilen einer Bedingung – „Wenn ich Zeit haben würde, würde ich kommen“. Besser: „Wenn ich Zeit hätte, würde ich kommen.“
- Faustregel: In den Wenn-Satz gehört die einfache Form, wenn es sie gibt.
Aufgaben
- Verbessere: „Wenn ich reich sein würde, würde ich reisen.“
Lösung
„Wenn ich reich wäre, würde ich reisen.“ - Wo ist „würde“ nötig? „ich fragte“ – „ich käme“.
Lösung
Bei „fragte“, weil es dem Präteritum gleicht. - Formuliere eine höfliche Bitte mit und ohne „würde“.
Lösung
„Würden Sie mir helfen?“ / „Könnten Sie mir helfen?“
Weiterführende Aufgaben
- Suche in einem Gespräch (oder einer Serie) fünf „würde“-Formen. Welche wären durch eine einfache Form ersetzbar?