Schalenmodell und Ionen
- Wie sind die Elektronen angeordnet?
- Warum bilden Atome Ionen?
Schalenmodell
Das Schalenmodell (oder auch Atommodell nach Bohr) begründet auf der Annahme, dass die Elektronen den Atomkern in bestimmten Abständen umkreisen. Diese Aufenthaltsräume werden Schalen genannt. Sie werden ausgehend vom Atomkern K-, L-, M-, N- Schale usw. bezeichnet.

Besetzung der Schalen
Bei der Besetzung der Elektronenbahnen gilt:
- Die Anzahl der Elektronen in ungeladenen Atomen beträgt die der Protonen im Kern (Ionen bilden hier eine Ausnahme). Beispiel: Ein Natriumatom hat 11 Protonen und 11 Elektronen.
- Prinzip der geringsten Energie: Die erste Bahn wird zuerst besetzt, dann erst die zweite. Beispiel: Kohlenstoff hat 2 Elektronen auf der K-Schale und 4 auf der L-Schale.
- Auf der äußersten Schale befinden sich maximal 8 Elektronen (=Oktettregel).
- Für die K-, L- und M-Schale gilt: Die maximale Anzahl der Elektronen pro Schale ergeben sich aus der Formel \(2n^2\) (n= Schalenzahl).
Daraus ergibt sich folgendes Prinzip:
Quantensprünge
Jede Schale entspricht einem bestimmtem Energieniveau. Je weiter ein Elektron vom Kern entfernt ist, desto energiereicher ist es.
Regt man Atome durch Energiezufuhr an, so springen die Elektronen auf ein höheres Energieniveau (nach Bohr auf eine äußere Schale, über die "verbotene Zone" hinweg).
Beim Rücksprung geben die Elektronen die vorher aufgenommene Energie in Form von Strahlung (wie beispielsweise Licht) wieder ab. Diesen Rücksprung bezeichnet man als Quantensprung.
Je größer die Rücksprungweite, desto energiereicher ist das Licht.

In den 1920er Jahren wurde das Schalenmodell von der Orbitaltheorie abgelöst. Das Schalenmodell lässt sich gut auf Wasserstoffatome anwenden, stößt bei schwereren Atomen allerdings auf seine Grenzen. Obwohl die Elektronen in der Realität nicht auf definierten Bahnen um den Atomkern kreisen, wird das Schalenmodell dennoch oft für Erklärungen herangezogen.
Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.
Schlau Fassung
Schalenmodell und Ionen
- Im Schalenmodell bewegen sich die Elektronen auf Schalen um den Kern. Jede fasst höchstens \(2n^2\) Elektronen: die erste 2, die zweite 8, die dritte 18.
- Die Elektronen der äußersten Schale heißen Valenzelektronen. Sie bestimmen das chemische Verhalten.
- Edelgaskonfiguration: Eine volle Außenschale (meist 8 Elektronen) ist besonders stabil. Deshalb reagieren Edelgase kaum – und alle anderen Atome streben diesen Zustand an.
- Metalle geben Elektronen ab und werden zu positiven Ionen (Kationen): \(\mathrm{Na} \to \mathrm{Na^+}\).
- Nichtmetalle nehmen Elektronen auf und werden zu negativen Ionen (Anionen): \(\mathrm{Cl} \to \mathrm{Cl^-}\).
- Die Zahl der abgegebenen oder aufgenommenen Elektronen ergibt sich aus der Hauptgruppe – daran erkennt man auch die Ladung des Ions.
Aufgaben
- Wie viele Elektronen fasst die zweite Schale?
Lösung
Acht. - Welches Ion bildet Magnesium (2. Hauptgruppe)?
Lösung
\(\mathrm{Mg^{2+}}\). - Warum reagieren Edelgase kaum?
Lösung
Ihre Außenschale ist bereits voll.
Weiterführende Aufgaben
- Zeichnet Schalenmodelle der ersten 20 Elemente und markiert die Valenzelektronen.