Translation

Genetik und Evolution Klasse 10
  • Welche Aufgabe hat die tRNA?
  • Woran erkennt das Ribosom, wo es beginnen und aufhören muss?

Translation - 2. Schritt der Proteinbiosynthese

Die Translation (engl. „translation“=Übersetzung) ist der zweite Schritt der Protheinbiosynthese. Hierbei wird die bei der Transkription produzierte Basensequenz der mRNA (messenger) in ein Protein übersetzt.

Immer drei Basen in bestimmter Anordnung (Basentriplett) codieren für eine Aminosäure. Die Basen können aus allen Kombinationen der vier Basen Adenin, Guanin, Cytosin und Uracil (in der DNA: Thymin) bestehen. Der in der DNA gespeicherte Bauplan wird verwendet, um ein Protein zu bauen.

Ablauf

eins
a) Anlagerung der Ribosomen an die mRNA

Die eigentliche Übersetzung einer mRNA in ein Protein findet in einem Ribosom statt. Dieses setzt mit seinen beiden Teilen an der mRNA an und beginnt diese vom 5´zum 3´Ende auszulesen, bis es das Startcodon(welches nicht zwingend am Anfang der mRNA liegt) AUG erreicht. Dort beginnt es mit der Translation.

zwei
b) tRNA mit komplementärem Basentriplett bindet am Ribosom

Ein Ribosom hat drei Stellen für Codons. Erreicht die erste Stelle des Ribosomen nun das Startcodon, beginnt es mit der Translation, indem es das eine tRNA (transfer) mit der passenden Aminosäure und den Gegenbasen zum Startcodon, mit der mRNA verbindet.

Nun bewegt sich das Ribosom ein Codon weiter, sodass das Startcodon sich nun auf der zweiten Stelle befindet. Das sich auf der ersten Stelle befindende Codon der mRNA wird wiederum mit einer tRNA und damit mit der zugehörigen Aminosäure verbunden.

drei
c) Aminosäuren werden verknüpft und genutzten tRNAs fallen ab

Bei der nächsten Bewegung verbindet sich die Aminosäure, die sich auf der dritten Stelle befindet mit der, auf der zweiten Stelle. Die tRNA auf der dritten Stelle verlässt das Ribosom ohne Aminosäure.

vier
d) Ende der Translation und fertige Aminosäurekette

Der ganze Vorgang wiederholt sich, bis das Ribosom ein Stoppcodon (UAA, UAG und UGA) erreicht. Diese müssen sich nicht am Ende der mRNA befinden. Ist die Translation beendet, lösen sich Ribosom, Protein und tRNA von der mRNA, das Ribosom zerfällt in seine Einzelteile.

Übersetzung der Basentripletts in Aminosäuren

Codesonne

Woher wissen wir eigentlich, welches Codon in welche Aminosäure übersetzt wird? Dazu gibt es die Codesonne: An dieser kann von innen nach außen abgelesen werden, welches Codon welche Aminosäure ergibt. Möchten wir zum Beispiel herausfinden, zu welcher Aminosäure das Codon AUG gehört, so beginnen wir innen bei der Base Adenin und folgen dem Pfad über Uracil und Guanin und erhalten die Aminosäure Methionin.

Unterschiede zwischen DNA und RNA

Erklärung von Serlo Education e. V., lizenziert unter CC BY-SA 4.0 – Original bei Serlo, CC BY-SA 4.0, übernommen am 2026-09-03.

Schlau Fassung

Translation – aus der Kopie wird eine Kette

  • Ort: das Ribosom im Zellplasma. Ergebnis: eine Kette aus Aminosäuren, die sich anschließend zum fertigen Protein faltet.
  • Die tRNA ist der Übersetzer. Jede tRNA trägt an einem Ende eine bestimmte Aminosäure und am anderen ein Anticodon, das genau zum Codon der mRNA passt. Damit wird aus Basensprache Aminosäuresprache.
  • Ablauf: Das Ribosom setzt am Startcodon AUG an und rückt Codon für Codon weiter. Passende tRNAs docken an, die Aminosäuren werden verknüpft, die leere tRNA löst sich wieder.
  • Ende: Ein Stoppcodon passt zu keiner tRNA. Die Kette wird freigegeben, das Ribosom zerfällt in seine Untereinheiten.
  • Danach zählt die Form: Erst die räumliche Faltung macht aus der Kette ein arbeitsfähiges Protein. Eine falsch gefaltete Kette ist unbrauchbar, auch wenn die Reihenfolge stimmt.

Aufgaben

  1. Beschreibe die Aufgabe der tRNA in einem Satz.
    LösungSie bringt die zum Codon passende Aminosäure ans Ribosom und übersetzt damit Basen in Aminosäuren.
  2. Die mRNA lautet AUG UUU UAA. Wie viele Aminosäuren entstehen?
    LösungZwei – Methionin und Phenylalanin; UAA ist ein Stoppcodon und liefert keine Aminosäure.
  3. Warum ist die Faltung entscheidend?
    LösungDie Funktion eines Proteins hängt von seiner räumlichen Gestalt ab; ohne die richtige Form passt es nicht an seinen Wirkort.

Weiterführende Aufgaben

  1. Baut die Translation als Modell nach: mRNA als Papierstreifen, tRNAs als Karten mit Anticodon und Aminosäure, das Ribosom als verschiebbarer Rahmen.

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