Der genetische Code
Genetik und Evolution
Klasse 10
- Was ist ein Triplett – und warum ausgerechnet drei Basen?
- Was bedeutet es, dass der Code „redundant, aber eindeutig“ ist?
Schlau Fassung
Der genetische Code
- Der Code ist eine Übersetzungstabelle: Sie ordnet jedem Basentriplett (Codon) auf der mRNA eine Aminosäure zu.
- Vier Basen, drei Stellen ergeben \(4^3 = 64\) Codons. Für 20 Aminosäuren sind das deutlich mehr als nötig – mehrere Codons stehen deshalb für dieselbe Aminosäure. Das nennt man redundant (oder degeneriert).
- Eindeutig ist er trotzdem: Ein bestimmtes Codon bedeutet immer dieselbe Aminosäure. Redundanz heißt nicht Mehrdeutigkeit.
- Startsignal ist AUG (Methionin). Stoppcodons (UAA, UAG, UGA) stehen für keine Aminosäure und beenden die Kette.
- Der Nutzen der Redundanz: Verändert sich die dritte Base eines Codons, bleibt oft dieselbe Aminosäure. Solche stillen Mutationen haben keine Folge – der Code hat einen eingebauten Schutz.
- Bei der Ablesung gilt RNA-Schreibweise: statt Thymin (T) steht Uracil (U); Adenin paart mit Uracil, Cytosin mit Guanin.
Aufgaben
- Wie viele Codons gibt es, und warum reichen zwei Basen nicht?
Lösung
64 Codons; zwei Basen ergäben nur 16 Möglichkeiten. - Die DNA-Folge lautet TAC GGA. Wie heißt die zugehörige mRNA?
Lösung
AUG CCU – T wird zu A, A zu U, C zu G und G zu C, und Uracil ersetzt Thymin. - Warum bleibt eine Änderung an der dritten Base oft folgenlos?
Lösung
Wegen der Redundanz codieren mehrere Tripletts dieselbe Aminosäure; das Protein bleibt unverändert.
Weiterführende Aufgaben
- Übersetzt mit einer Codesonne eine kurze mRNA-Folge und vergleicht eure Ergebnisse. Wo entstanden Ablesefehler, und woran lag es?