Was Kleidung kostet
Textilien in der Welt
Klasse 5, 6
- Wohin geht das Geld, das ich für ein T-Shirt bezahle?
- Warum kann ein Shirt fünf Euro kosten?
Schlau Fassung
Was Kleidung kostet
- Der Preis im Laden teilt sich auf viele auf. Grob gilt für ein T-Shirt: Material und Herstellung etwa ein Zehntel, Transport und Steuern ein kleiner Teil, der große Rest Handel, Marke und Werbung.
- Der Anteil, der bei der Näherin ankommt, liegt meist bei rund 1 % des Ladenpreises – bei einem 20-Euro-Shirt also etwa 20 Cent.
- Daraus folgt eine Rechnung, die überrascht: Würde man diesen Anteil verdoppeln, wäre das Shirt nur 20 Cent teurer. Der niedrige Preis ist also nicht nur eine Folge niedriger Löhne.
- Ein teures Kleidungsstück ist deshalb nicht automatisch fairer: Ein Markenshirt für 60 Euro kann in derselben Fabrik genäht worden sein wie eins für 8 Euro. Der Unterschied steckt oft in der Werbung.
- Nicht im Preis enthalten sind die versteckten Kosten: Wasser, Pestizide, Chemikalien im Abwasser, CO₂ des Transports, Müllberge am Ende. Diese zahlt jemand anders – oft die Umwelt und die Menschen vor Ort.
- Zum Vergleichen taugt deshalb ein anderer Maßstab als der Preis: der Preis pro Tragen. Ein 60-Euro-Stück, das 200-mal getragen wird, kostet 30 Cent je Tag – ein 10-Euro-Stück nach dreimal Tragen über drei Euro.
Aufgaben
- Wie viel vom Ladenpreis kommt etwa bei der Näherin an?
Lösung
Etwa 1 % – bei 20 Euro rund 20 Cent. - Ist teure Kleidung automatisch fairer?
Lösung
Nein – oft steckt der Unterschied in Marke und Werbung, nicht im Lohn. - Was bedeutet „Preis pro Tragen“?
Lösung
Der Preis geteilt durch die Anzahl, wie oft das Stück getragen wird.
Weiterführende Aufgaben
- Berechnet für drei eurer Kleidungsstücke den Preis pro Tragen und vergleicht das Ergebnis mit dem Kaufpreis.