Vom Rohstoff zum Garn
Material und Technik
Klasse 5, 6
- Welche Schritte liegen zwischen Pflanze und Garn?
- Was bedeutet die Nummer auf der Garnrolle?
Schlau Fassung
Vom Rohstoff zum Garn
- Bei Baumwolle folgen aufeinander: Ernte – Entkernen (Samen raus) – Reinigen – Kardieren (Fasern parallel legen) – Verziehen – Spinnen – Aufspulen.
- Bei Wolle kommen vorher noch Schur und Waschen hinzu: Rohwolle enthält Fett (Lanolin) und Schmutz und wiegt danach nur noch etwa die Hälfte.
- Wichtig ist die Drehrichtung: Garne werden als Z- oder S-Drehung gesponnen. Wer beim Nähen einen Faden „aufdreht“, hat meist gegen die Drehrichtung gearbeitet.
- Häufig werden zwei oder mehr Fäden gezwirnt – dann ist das Garn gleichmäßiger und reißfester. Nähgarn ist fast immer gezwirnt.
- Die Garnstärke steht als Zahl auf der Rolle (z. B. Nm 50 oder Nähgarn 120). Grob gilt: Je höher die Zahl, desto feiner das Garn. Zum Garn muss die passende Nadel gewählt werden.
Aufgaben
- Was geschieht beim Kardieren?
Lösung
Die Fasern werden parallel gelegt. - Warum wird Rohwolle gewaschen?
Lösung
Sie enthält Fett und Schmutz. - Was bedeutet eine hohe Garnnummer?
Lösung
Das Garn ist fein.
Weiterführende Aufgaben
- Wickelt drei Garne ab und vergleicht Stärke, Zwirnung und Reißfestigkeit mit einem einfachen Zugtest.