Textile Techniken anderer Kulturen
Textilien in der Welt
Klasse 9
- Welche textilen Techniken sind anderswo entstanden?
- Was können wir davon lernen?
Schlau Fassung
Textile Techniken anderer Kulturen
- Fast jede Technik, die wir im Textilraum benutzen, ist irgendwo auf der Welt erfunden und weitergegeben worden. Textilgeschichte ist eine Geschichte des Austauschs.
- Batik (Indonesien): Wachs deckt Stellen ab, die keine Farbe annehmen sollen. Die javanische Batik gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
- Ikat (u. a. Indonesien, Zentralasien): Nicht der Stoff wird gemustert, sondern schon die Garne vor dem Weben – daher die typischen verschwommenen Ränder.
- Shibori (Japan): Abbinden, Falten und Nähen des Stoffs vor dem Färben – die Vorlage für alles, was wir heute Krawattentechnik nennen. Sashiko ist die japanische Verstärkungsstickerei mit einfachen Vorstichen.
- Kente (Ghana) sind auf Schmalbandwebstühlen gewebte Streifen mit Mustern, die Namen und Bedeutungen tragen. Adire (Nigeria) und Bogolan (Mali) sind Färbe- und Erdfarbentechniken mit eigener Bildsprache.
- Wer eine solche Technik im Unterricht anwendet, arbeitet respektvoll: Herkunft nennen, Bedeutung nachschlagen, keine heiligen oder ranggebundenen Muster einfach kopieren. Das ist der Unterschied zwischen Lernen und Nehmen.
Aufgaben
- Was ist bei Ikat anders als bei Batik?
Lösung
Bei Ikat werden die Garne vor dem Weben gefärbt, bei Batik der fertige Stoff. - Woher stammt Shibori und was passiert dabei?
Lösung
Aus Japan; der Stoff wird vor dem Färben abgebunden, gefaltet oder genäht. - Was gehört zum respektvollen Umgang mit fremden Techniken?
Lösung
Herkunft nennen, Bedeutung kennen, keine heiligen Muster einfach kopieren.
Weiterführende Aufgaben
- Wählt eine Technik, recherchiert ihre Herkunft und Bedeutung und stellt sie mit einer eigenen Probe vor.