Reparieren statt wegwerfen
Textilien in der Welt
Klasse 9, 10
- Welche Schäden kann man selbst beheben?
- Wie repariert man richtig?
Schlau Fassung
Reparieren statt wegwerfen
- Die meisten Schäden an Kleidung sind klein und behebbar: offener Knopf, aufgegangene Naht, kleines Loch, gerissener Saum, klemmender Reißverschluss.
- Knopf annähen: Faden doppelt, Knopf an der alten Stelle ansetzen, vier bis sechs Mal durch die Löcher, dann den Faden zwischen Knopf und Stoff umwickeln – dieser Halsansatz gibt dem Knopf Luft und macht ihn haltbar.
- Offene Naht: von innen mit Rückstich oder an der Maschine mit Geradstich schließen, dabei ein Stück in die alte Naht hineinnähen – sonst reißt sie am Ansatz wieder auf.
- Loch: kleine Löcher stopfen (mit Stopfpilz, im Faden-über-Faden-Raster), größere von hinten mit einem Flicken unterlegen und darüber absteppen.
- Sichtbar reparieren ist ausdrücklich erlaubt und gerade in Mode: Beim japanischen Sashiko wird der Flicken mit farbigem Garn absichtlich gezeigt. Die Reparatur wird zur Gestaltung.
- Der praktische Rat: gleich reparieren. Ein kleiner Riss ist in fünf Minuten erledigt, derselbe Riss nach zwei Wäschen ist eine halbe Stunde.
Aufgaben
- Wozu dient der Halsansatz beim Knopf?
Lösung
Er gibt dem Knopf Luft zum Stoff und macht ihn haltbarer. - Warum näht man beim Schließen einer Naht in die alte Naht hinein?
Lösung
Sonst reißt sie am Ansatz wieder auf. - Was ist bei Sashiko besonders?
Lösung
Die Reparatur wird sichtbar gemacht und gestaltet.
Weiterführende Aufgaben
- Bringt ein beschädigtes Kleidungsstück mit und repariert es – wahlweise unsichtbar oder als sichtbare Gestaltung.