Mode und Werbung
Textilien in der Welt
Klasse 9, 10
- Wie verkauft Werbung Kleidung?
- Was wird da eigentlich beworben?
Schlau Fassung
Mode und Werbung
- Modewerbung zeigt selten das Produkt und erklärt fast nie seine Eigenschaften. Sie zeigt ein Lebensgefühl: Freiheit, Erfolg, Zugehörigkeit, Coolness. Verkauft wird die Vorstellung, nicht der Stoff.
- Die Mittel sind wiedererkennbar: schöne Menschen, starke Bilder, wenig Text, ein Logo als Anker. Eine Marke ist genau das – ein Zeichen, dem eine Bedeutung angehängt wurde.
- Deshalb kostet ein Shirt mit Logo mehr als ein gleiches ohne: Man zahlt für die Bedeutung mit. Fachlich heißt das Markenaufschlag.
- Im Netz kommt Werbung oft nicht als Werbung daher: Influencer, Rabattcodes, Hauls, „ungesponsert“-Behauptungen. In Deutschland gilt trotzdem eine Kennzeichnungspflicht für bezahlte Inhalte.
- Bilder in der Modewerbung sind fast immer bearbeitet. Wer die Ergebnisse mit dem eigenen Körper vergleicht, vergleicht sich mit etwas, das es so nicht gibt – ein bekannter Faktor für Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen.
- Der beste Schutz ist eine einzige Frage vor dem Kauf: „Will ich das Stück – oder das Gefühl, das mir daneben gezeigt wurde?“
Aufgaben
- Was verkauft Modewerbung meist statt Eigenschaften?
Lösung
Ein Lebensgefühl beziehungsweise ein Bild. - Was ist ein Markenaufschlag?
Lösung
Der Mehrpreis für das Logo und seine Bedeutung, nicht für das Material. - Was gilt für bezahlte Beiträge von Influencern?
Lösung
Sie müssen als Werbung gekennzeichnet werden.
Weiterführende Aufgaben
- Analysiert eine Modeanzeige: Was ist zu sehen, was wird versprochen, und welche Aussage steht über das Produkt selbst darin?