Transistor
Elektronik
Klasse 9, 10
- Wie kann ein kleiner Strom einen großen Strom steuern?
- Was bedeuten Basis, Kollektor und Emitter?
- Warum ist der Transistor das wichtigste Bauteil des 20. Jahrhunderts?
Schlau Fassung
Der Transistor
- Ein (npn-)Transistor besteht aus drei Schichten mit den Anschlüssen Emitter, Basis (hauchdünn) und Kollektor.
- Steuerwirkung: Ein kleiner Basisstrom macht die Kollektor-Emitter-Strecke leitfähig – ein bis zu einige hundertmal größerer Kollektorstrom kann fließen. Der Transistor arbeitet als Verstärker oder als elektronischer Schalter.
- Als Schalter (digital: an/aus) ist er das Grundelement aller Computerchips – moderne Prozessoren enthalten Milliarden Transistoren.
- Typische Schaltungen: Berührungssensor, Zeitschalter (mit Kondensator), Dämmerungsschalter (mit LDR), Verstärkerstufe (mit Arbeitswiderstand).
Aufgaben
- Ein Transistor hat die Stromverstärkung \(B = 200\). Welcher Basisstrom ist für einen Kollektorstrom von \(100\,\mathrm{mA}\) nötig?
Lösung
\(I_B = \frac{I_C}{B} = \frac{100}{200}\,\mathrm{mA} = 0{,}5\,\mathrm{mA}\). - Erkläre, warum eine Feuchtigkeitsschaltung (zwei Sonden im Blumentopf an der Basis) die LED erst bei trockener Erde einschaltet – oder umgekehrt.
Lösung
Feuchte Erde leitet: Basisstrom fließt, Transistor durchgeschaltet. Je nach Schaltung (LED im Kollektorkreis oder über Umweg) zeigt die LED „feucht“ oder „trocken“ an. - Warum erzeugt ein Transistor als Schalter kaum Wärme, als „halb offener“ Verstärker aber viel?
Lösung
Voll durchgeschaltet ist \(U_{CE}\) fast null, gesperrt ist \(I_C\) fast null – Verlustleistung \(P = U_{CE} I_C\) jeweils winzig. Dazwischen sind beide groß.
Weiterführende Aufgaben
- Recherchiere das MOOREsche Gesetz: Wie hat sich die Transistorzahl pro Chip seit 1970 entwickelt, und wo liegen die physikalischen Grenzen?