Vorurteile

Zusammenleben gestalten Klasse 7, 8
  • Warum hat jeder Vorurteile?
  • Was macht sie gefährlich?

Schlau Fassung

Vorurteile

  • Ein Vorurteil ist ein Urteil, das vor der Erfahrung feststeht: Ich weiß schon, wie „die“ sind, bevor ich jemanden kenne.
  • Es entsteht aus einer sinnvollen Fähigkeit – dem Schubladendenken. Das Gehirn ordnet in Kategorien, sonst wäre jeder Tag unbewältigbar. Das Problem ist nicht die Schublade, sondern dass sie zubleibt.
  • Vorurteile halten sich, weil wir bevorzugt bemerken, was sie bestätigt (Bestätigungsfehler). Das Gegenbeispiel gilt dann als Ausnahme.
  • Gefährlich werden sie, wenn sie zu Handlungen führen: keine Einladung, keine Wohnung, keine Stelle. Dann heißt es Diskriminierung, und die ist in Deutschland verboten (Art. 3 GG, AGG).
  • Was hilft: Kontakt. Wo Menschen gemeinsam etwas tun und einander als Einzelne kennenlernen, gehen Vorurteile messbar zurück.
  • Der ehrlichste Umgang beginnt bei sich selbst: nicht behaupten, keine zu haben, sondern bemerken, wann eines gerade arbeitet.

Aufgaben

  1. Was ist ein Vorurteil?
    LösungEin Urteil, das vor der Erfahrung feststeht.
  2. Was ist der Bestätigungsfehler?
    LösungMan bemerkt bevorzugt, was die eigene Ansicht bestätigt.
  3. Was hilft nachweislich gegen Vorurteile?
    LösungKontakt und gemeinsames Tun.

Weiterführende Aufgaben

  1. Sammelt Sätze, die mit „Die sind doch alle …“ beginnen, und sucht zu jedem ein Gegenbeispiel aus eurer eigenen Erfahrung.

Verwandte Themen