Tierversuche
Mensch, Natur und Technik
Klasse 9, 10
- Dürfen Tiere für Menschen leiden?
- Gibt es Alternativen?
Schlau Fassung
Tierversuche
- Tierversuche dienen vor allem der medizinischen Forschung und der Prüfung von Stoffen auf Sicherheit. Für Kosmetik sind sie in der EU verboten.
- Dafür spricht: Viele Medikamente und Operationsverfahren wären ohne sie nicht entwickelt worden. Wer sie ablehnt, muss sagen, was mit den Menschen geschieht, denen dadurch nicht geholfen wird.
- Dagegen spricht: Tiere leiden für Zwecke, denen sie nicht zustimmen können. Ergebnisse sind zudem nicht immer übertragbar – ein Stoff kann bei Mäusen wirken und bei Menschen versagen.
- Gesetzlich gilt das Prinzip der drei R: replace (ersetzen), reduce (verringern), refine (belastungsärmer gestalten). Jeder Versuch muss genehmigt und begründet werden.
- Alternativen wachsen: Zellkulturen, Organe auf Chips, Computermodelle. Sie ersetzen bisher nicht alles – wie viel, ist eine sachliche Frage, die regelmäßig neu beantwortet wird.
- Diese Frage ist ein Musterfall für den Unterricht: Beide Seiten haben ernst zu nehmende Gründe, und ein Urteil muss sagen, welchen Preis es in Kauf nimmt.
Aufgaben
- Wofür sind Tierversuche in der EU verboten?
Lösung
Für Kosmetik. - Was besagen die drei R?
Lösung
Ersetzen, verringern, belastungsärmer gestalten. - Nenne je ein Argument dafür und dagegen.
Lösung
Dafür: medizinischer Fortschritt. Dagegen: Tiere leiden ohne Zustimmung.
Weiterführende Aufgaben
- Führt eine Podiumsdiskussion mit vier Rollen: Forschung, Tierschutz, Patientenvertretung, Genehmigungsbehörde.