Sterblichkeit
Sinn und Lebensfragen
Klasse 9, 10
- Ist der Tod ein Übel?
- Was ändert die Sterblichkeit am Leben?
Schlau Fassung
Sterblichkeit
- Dass alle Menschen sterben, ist die sicherste Aussage über das Leben – und die, an die am wenigsten gedacht wird.
- Epikur versuchte, die Furcht davor aufzulösen: Solange wir sind, ist der Tod nicht; wenn der Tod ist, sind wir nicht. Was uns nie begegnet, könne uns nicht schaden.
- Der Einwand liegt nahe: Schlimm ist nicht das Totsein, sondern das Verlieren – all dessen, was noch möglich gewesen wäre. Und schlimm ist es für die, die zurückbleiben.
- Eine andere Überlegung dreht die Frage um: Gerade weil die Zeit begrenzt ist, hat sie Gewicht. Ein unendliches Leben, sagen manche, würde Entscheidungen bedeutungslos machen – man könnte alles immer noch später tun.
- In der Philosophie taucht deshalb seit der Antike die Übung auf, die Sterblichkeit mitzudenken (memento mori) – nicht als düstere Haltung, sondern als Frage danach, was wirklich dran ist.
Aufgaben
- Wie argumentiert Epikur gegen die Todesfurcht?
Lösung
Solange wir sind, ist der Tod nicht – und umgekehrt. - Welcher Einwand wird dagegen erhoben?
Lösung
Schlimm ist der Verlust von Möglichkeiten und der Verlust für die Zurückbleibenden. - Was bedeutet memento mori?
Lösung
Die Sterblichkeit mitzudenken, um zu klären, was wichtig ist.
Weiterführende Aufgaben
- Diskutiert: Wäre ein unendliches Leben erstrebenswert? Sammelt Gründe für beide Antworten.