Musik aus dem Orient

Instrumente, Epochen und Werke Klasse 10
  • Warum klingen Tonleitern im Orient anders?
  • Was ist ein Maqam?

Schlau Fassung

Musik aus dem Orient

  • Der Raum von Marokko über die Türkei bis in den Iran hat eine gemeinsame Grundidee: die Melodie steht im Mittelpunkt, nicht die Harmonie. Akkorde wie in Europa gibt es traditionell nicht.
  • Ein Maqam (türkisch: Makam) ist mehr als eine Tonleiter: Er legt die Töne fest, dazu typische Wendungen, den Anfangston und die Stimmung, die er trägt.
  • Zwischen den europäischen Halbtönen liegen weitere Stufen – oft Vierteltöne genannt. Auf einem Klavier lassen sie sich nicht spielen; deshalb klingt der Klang für europäische Ohren zunächst „ungenau“, obwohl er sehr genau ist.
  • Instrumente: Oud (bundlose Laute), Saz/Bağlama, Ney (Rohrflöte), Kanun (Kastenzither), Darbuka.
  • Wichtig ist die Improvisation: Der Taksim ist ein freies Vorspiel ohne festen Takt, in dem die Spielerin den Maqam vorstellt.
  • Auch die Rhythmen sind eigen: Zyklen mit 7, 9 oder 10 Schlägen sind normal – in Europa eine Seltenheit.

Aufgaben

  1. Was legt ein Maqam fest?
    LösungTonvorrat, typische Wendungen und die Stimmung – mehr als nur eine Tonleiter.
  2. Warum lässt sich diese Musik auf dem Klavier nicht genau spielen?
    LösungWeil es Stufen zwischen den Halbtönen gibt (Vierteltöne).
  3. Nenne zwei Instrumente.
    LösungZum Beispiel Oud und Ney (auch Saz, Kanun, Darbuka).

Weiterführende Aufgaben

  1. Hört ein Taksim und beschreibt, woran ihr merkt, dass kein fester Takt mitläuft.

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