Social Media & Medienkompetenz

Digitale Welt Klasse 6, 9
  • Wie lässt sich „Social Media und Medienkompetenz“ mit einem Modell erklären?
  • Welche Daten entstehen, wer profitiert davon und welche Rechte haben Betroffene?
  • Wie kann ich meine Lösung testen und verständlich dokumentieren?

Themen in diesem Bereich

Schlau Fassung

Social Media und Medienkompetenz Soziale Plattformen verbinden Veröffentlichung, Kommunikation und automatische Auswahl. Medienkompetenz bedeutet, Technik, Inhalte, Geschäftsmodell und Folgen gemeinsam zu beurteilen.

Social Media und Medienkompetenz ist in der Informatik kein isolierter Merksatz. Entscheidend ist, welche Daten oder Zustände am Anfang vorliegen, nach welcher Regel sie verarbeitet werden und wie sich das Ergebnis überprüfen lässt. Ein Empfehlungsfeed zeigt nicht einfach die Welt, sondern eine berechnete Auswahl aus bisherigen Klicks und Plattformzielen.

Beim Bearbeiten trennst du deshalb Beobachtung und Vermutung: Zuerst beschreibst du, was tatsächlich eingegeben, gespeichert, übertragen oder ausgegeben wird. Danach begründest du mit Fachbegriffen, warum der Ablauf so funktioniert.

Drei Bausteine, die du sicher können musst

Baustein 1Datenfluss

Er zeigt, wer welche Information erhält.

Baustein 2Interesse

Plattform, Nutzende und Betroffene verfolgen unterschiedliche Ziele.

Baustein 3Handlungsregel

Sie übersetzt eine Bewertung in konkretes Verhalten.

Digitale Dienste verbinden Menschen und verarbeiten ihre Daten
Digitale Dienste verbinden Menschen und verarbeiten ihre Daten

Ausgearbeitetes Beispiel

Ausgangslage: Ein Empfehlungsfeed zeigt nicht einfach die Welt, sondern eine berechnete Auswahl aus bisherigen Klicks und Plattformzielen.

  1. Modell festlegen: Benenne Eingaben, gespeicherte Werte und die gewünschte Ausgabe.
  2. Regel anwenden: Formuliere die Verarbeitung so genau, dass eine andere Person jeden Schritt wiederholen kann.
  3. Ergebnis prüfen: Vergleiche die beobachtete Wirkung mit einer vorher notierten Erwartung und untersuche mindestens einen Randfall.

Begründung: Soziale Plattformen verbinden Veröffentlichung, Kommunikation und automatische Auswahl. Medienkompetenz bedeutet, Technik, Inhalte, Geschäftsmodell und Folgen gemeinsam zu beurteilen. Dadurch wird nicht nur das Ergebnis, sondern auch sein Zustandekommen nachvollziehbar.

So gehst du informatisch vor

1WahrnehmenDaten, Beteiligte und technische Funktionen sichtbar machen.
2BewertenNutzen, Risiken, Rechte und Folgen aus mehreren Perspektiven prüfen.
3HandelnPrivatsphäre schützen, fair kommunizieren und Quellen kontrollieren.
MerksatzSoziale Plattformen verbinden Veröffentlichung, Kommunikation und automatische Auswahl. Medienkompetenz bedeutet, Technik, Inhalte, Geschäftsmodell und Folgen gemeinsam zu beurteilen.
Typischer DenkfehlerWas technisch möglich oder öffentlich sichtbar ist, darf nicht automatisch kopiert, bewertet oder weiterverbreitet werden.

Fachbegriffe in eigenen Worten

Datenfluss
Er zeigt, wer welche Information erhält.
Interesse
Plattform, Nutzende und Betroffene verfolgen unterschiedliche Ziele.
Handlungsregel
Sie übersetzt eine Bewertung in konkretes Verhalten.

Aufgaben

  1. StartBegriffe sichern: Erkläre „Social Media und Medienkompetenz“ in mindestens vier Sätzen und verwende zwei Begriffe aus dem Glossar.
    MusterlösungSoziale Plattformen verbinden Veröffentlichung, Kommunikation und automatische Auswahl. Medienkompetenz bedeutet, Technik, Inhalte, Geschäftsmodell und Folgen gemeinsam zu beurteilen. Ein Empfehlungsfeed zeigt nicht einfach die Welt, sondern eine berechnete Auswahl aus bisherigen Klicks und Plattformzielen. Eine vollständige Antwort benennt zusätzlich Eingabe oder Ausgangszustand, Verarbeitung und überprüfbares Ergebnis.
  2. OrdnenModell bilden: Zerlege das Beispiel der Seite in Ausgangslage, Regel, Ergebnis und Test.
    MusterlösungAusgangslage: die im Beispiel genannten Daten oder Geräte. Regel: der beschriebene Verarbeitungsschritt. Ergebnis: die sichtbare Wirkung. Test: ein normaler Fall und ein bewusst veränderter Randfall.
  3. AnwendenSelbst lösen: Erstelle vor dem Veröffentlichen eines Klassenfotos eine Checkliste zu Einwilligung, Standort, Namen, Sichtbarkeit und Löschung.
    MusterlösungDie Checkliste fragt jede abgebildete Person, vermeidet unnötige Orts- und Namensdaten, begrenzt die Zielgruppe und klärt, wie der Beitrag entfernt wird.
  4. FehlersucheDiagnose: Verändere im Beispiel genau eine Voraussetzung. Sage vorher, welche Wirkung du erwartest, und begründe sie.
    LösungshinweisEine gute Lösung benennt die veränderte Voraussetzung, den betroffenen Verarbeitungsschritt und eine beobachtbare Ausgabe. Mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern erlaubt keine eindeutige Ursache.
  5. TransferNeuer Zusammenhang: Finde ein zweites Beispiel aus Schule oder Alltag und erkläre Gemeinsamkeit sowie Unterschied.
    LösungshinweisNutze dieselben Fachbegriffe, aber übertrage sie auf andere Daten, Geräte oder Regeln. Der Unterschied muss fachlich relevant sein und darf nicht nur den Namen betreffen.
  6. ProfiVertiefung: Bewerte eine kostenlose App, die viele Berechtigungen verlangt: Welche Gegenleistung entsteht durch persönliche Daten?
    LösungshinweisUnterscheide Daten, die für die Funktion nötig sind, von Daten, die vor allem Werbung, Profilbildung oder Weitergabe ermöglichen.

Weiterführende Aufgaben

Mini-ProjektEntwickelt einen Klassenkodex für soziale Netzwerke mit konkreten Regeln zu Bildern, Gruppenchat, Quellen, Streit und Hilfewegen. Begründet jede Regel.

Abgabe in fünf Teilen

  1. Ziel: Ein Satz, der messbar sagt, was funktionieren soll.
  2. Plan: Skizze, Ablaufplan, Tabelle oder Pseudocode.
  3. Produkt: Programm, Modell, Untersuchung oder dokumentierter Versuch.
  4. Tests: Normalfall, Randfall und mindestens ein absichtlich provozierter Fehler.
  5. Reflexion: Gefundener Fehler, vorgenommene Verbesserung und nächster sinnvoller Schritt.
Bewertungsraster für Partnerfeedback
  • Fachlich richtig und mit passenden Begriffen erklärt
  • Plan und Ergebnis stimmen sichtbar überein
  • Tests sind reproduzierbar dokumentiert
  • Quellen, Bilder und fremde Hilfen sind angegeben

Material & Links

Informatik 6 - Arbeitsheft mit Lösungen
Arbeitsblatt
Druckfertige SchlauStart-Aufgaben zu allen Themen der Klassenstufe.
SchlauStart · Eigenmaterial
Informatik 9 - Arbeitsheft mit Lösungen
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