Von wörtlicher zu indirekter Rede

Rechtschreibung und Zeichensetzung Klasse 6, 7
  • Was ändert sich beim Umformen – und was bleibt?
  • Warum benutzt man dabei den Konjunktiv?

Schlau Fassung

Von wörtlicher zu indirekter Rede

  • Drei Dinge ändern sich: die Anführungszeichen fallen weg, die Person wechselt (ich → er/sie), und das Verb geht in den Konjunktiv I. Tom sagt: „Ich habe Hunger.“Tom sagt, er habe Hunger.
  • Auch Zeit- und Ortsangaben wandern mit: heute → an diesem Tag, hier → dort, morgen → am nächsten Tag. Sonst stimmt der Bezug nicht mehr.
  • Warum Konjunktiv I? Er zeigt an: Das ist eine fremde Aussage, ich mache sie mir nicht zu eigen. Genau deshalb steht er in Bericht, Protokoll und Nachricht.
  • Ausweichen auf Konjunktiv II, wenn der Konjunktiv I genauso aussieht wie der Indikativ: sie haben → nicht „sie haben“, sondern sie hätten. Sonst wäre nicht erkennbar, dass zitiert wird.
  • Fragen werden zu Nebensätzen: „Kommst du?“Er fragt, ob sie komme. Aufforderungen bekommen „solle“ oder „möge“: → Er sagt, sie solle kommen.

Aufgaben

  1. Forme um: Lena sagt: „Ich bin krank.“
    LösungLena sagt, sie sei krank.
  2. Forme um: Er fragt: „Habt ihr Zeit?“
    LösungEr fragt, ob sie Zeit hätten.
  3. Warum steht hier „hätten“ und nicht „haben“?
    LösungDer Konjunktiv I („haben“) sieht aus wie der Indikativ; deshalb weicht man auf Konjunktiv II aus.

Weiterführende Aufgaben

  1. Nehmt ein kurzes Interview aus einer Zeitung und formt drei Antworten in indirekte Rede um – so, wie es in einer Nachricht stehen würde.

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