Kommasetzung
Rechtschreibung und Zeichensetzung
Klasse 6, 7, 8
- Welche Kommaregel deckt die meisten Fälle ab?
- Wann darf man ein Komma setzen, muss aber nicht?
Themen in diesem Bereich
Schlau Fassung
Kommasetzung
- Das Komma gliedert den Satz. Vier Regeln decken fast alles ab.
- 1. Aufzählung: Zwischen gleichrangigen Teilen steht ein Komma – aber nicht vor „und“ und „oder“: „Ich kaufe Brot, Käse und Milch.“
- 2. Haupt- und Nebensatz: Dazwischen steht immer ein Komma. Das ist die wichtigste Regel überhaupt – Nebensätze erkennt man am Verb am Ende.
- 3. Infinitiv- und Partizipgruppen: Komma bei „um … zu“, „ohne … zu“, „statt … zu“ und wenn ein Hinweiswort da ist; sonst ist es freigestellt.
- 4. Wörtliche Rede und Einschübe: Anreden, Ausrufe und Einschübe werden durch Kommas abgetrennt: „Lena, komm bitte her.“
- Zwischen zwei Hauptsätzen mit „und“ darf ein Komma stehen, wenn es die Lesbarkeit verbessert – muss aber nicht.
- Die Probe: Wo man beim Vorlesen eine kleine Pause macht, steht oft ein Komma – aber verlassen sollte man sich auf die Regeln, nicht aufs Gefühl.
Aufgaben
- Setze die Kommas: „Als es dunkel wurde gingen wir nach Hause und aßen zu Abend.“
Lösung
„Als es dunkel wurde, gingen wir nach Hause und aßen zu Abend.“ - Setze die Kommas: „Ich kaufe Äpfel Birnen und Bananen.“
Lösung
„Ich kaufe Äpfel, Birnen und Bananen.“ – kein Komma vor „und“. - Setze die Kommas: „Er ging los um den Bus zu erreichen.“
Lösung
„Er ging los, um den Bus zu erreichen.“
Weiterführende Aufgaben
- Nimm einen eigenen Text und prüfe jedes Komma: Welche Regel begründet es? Wo fehlt eines?
- Suche einen Satz, dessen Bedeutung sich durch ein Komma ändert.